Gesundheit durch angepasste Ernährung und Verhalten

 

Ein wichtiger Meilenstein zu einem gesunden und erfüllten Leben ist eine konstitutionsgerechte Ernährung und Lebensweise. Dies gilt sowohl präventiv als auch therapeutisch.

In der Therapie wird nicht nur die Konstitution sondern auch das Ungleichgewicht "Vikriti" der Dosa´s, die Blockaden der Srata´s, Nährzustände und Qualität der Körpergewebe Dhatu´s und das Vorhandensein von ausscheidungspflichtigen Abfallprodukten berücksichtigt. Eine optimale Ernährung und Lebensweise des Tieres ist eines der Therapieschwerpunkte im Ayurveda.

Es vermeidet die Ursache der Krankheitsentstehung und damit das weitere "nähren" der Krankheit und fördert die Selbstheilungskraft unseres Tierpatienten.

 

Jedem Symptom einer Erkrankung kann durch bestimmte Ernährungsweisen und Verhaltensweisen entgegengewirkt werden, so kann durch Ernährung und Verhalten gemeinsam mit Heilpflanzen und manualtherapeutischen Anwendungen sowie reinigenden oder nährenden Einläufen Gesundheit wiederhergestellt, und auch gehalten werden.

 

Individuell Abhängig von der Konstitution und dem Gesundheitszustand des Tieres werden in meinem Therapieplan Ernährungs- und Trainings-/Tagesroutine- Empfehlungen besprochen.

 

Dies ist ein entscheidender Bestandteil der nachhaltigen Therapie und Vermeidung eines erneuten Krankheitsausbruchs. Werden die funktionellen und strukturellen Prinzipien im Körper in Balance gehalten, hat Krankheit keinen Raum sich zu entfalten und wird durch die eigene Selbstheilungskraft des Tieres verdrängt. 

 

Rolle der Konstitution im Ayurveda:

Im Ayurveda wird von einer Grundkonstitution „prakrti“ und einer akuten Lebenskonstitution „Vikrti“ gesprochen. „Prakrti“ beschreibt das angeborene Verhältnis von Vata, Pitta und Kapha und bleibt während des gesamten Lebens unverändert. „Vikrti“ stellt das Gleichgewicht bzw. Ungleichgewicht der derzeitigen körperlichen Verfassung dar. Bei Erkrankungen steht „Vikrti“ im Vordergrund.

In der Caraka-Samhita werden die Dosas über ihre jeweils sieben Eigenschaften definiert. Das übermäßige Auftreten von diesen Dosa-bezogenen Eigenschaften ist Hauptverantwortlich für Störungen des in einem Individuum manifestierten Gleichgewichtes. Aggravierte (erhöhte) Dosas werden ab einem bestimmten Grad pathologisch. Aus diesem Grund ist das Ausgleichen von Dosa- aggravierenden Eigenschaften (durch ausgleichende Eigenschaften von Nahrung und Umwelteinflüssen) die Therapiegrundlage der ayurvedischen Medizin.

 

Nicht nur der Zustand der Dosa´s sondern auch die Qualität der Dhatus und die Stärke des Verdauungsfeuers nimmt einen Einfluss in die Auswahl von Futtermitteln und Traingsreizen ein. Ein Weiterer Aspekt kann die Tagesroutine sein. Manche Hunde benötigen eher Ruhe und klare Abläufe, andere hingegen Abwechslung und einen aktiven Alltag. All dies ist abhängig von ihrer Konstitution und Erkrankung. Wichtige Aspekte sind zum Beispiel Zwischenmahlzeiten, Unruhe beim Fressen, Unterbrochene Schlafphasen oder übermäßiger Tagesschlaf und Stress im Alltag zu vermeiden.

 

Jedes Futtermittel und jede Haltungsweise und Verhaltensart, sowie jeder Umwelteinfluss wirkt auf die Dosa´s in unserem Tier ein. Sie verändern seine Balance, entweder positiv oder negativ. Auf diese Weise können wir durch konstitutionsangepasste Fütterung und Haltung einen entscheidenden Schritt für die Gesundheit unseres Vierbeiners tun. 

So stärkt Hirse und Hühnchen beispielsweise das Knochengewebe, verbessert Rote Beete das Blutgewebe und Spinat das Nervengewebe.

Für Vata Hunde ist warmes, feuchtes, öliges und leicht verdauliches aber nährendes Futter wichtig. Hier kann beispielsweise Barf-Futter gekocht oder Trockenfutter eingeweicht und mit einem Esslöffel Öl aufgewertet werden. Sesamöl ist ein tolles Plus für Vata-Hunde.

Für Pitta Hunde ist ein kühlendes und sättigendes Futter mit hohen brennwerten wichtig, es darf nicht sauer oder roh sein, daher ist hier von rohem Fleisch abzuraten. Kapha Hunde hingegen benötigen leichte, trockene und nicht ölige Nahrung. Hier empfiehlt sich vor allem Fisch und Gemüse oder gewebsreduzierende Getreide als Nahrungsgrundlage, oft wird Trockenfutter oder auch gewolftes Fleisch mit gekochtem Gemüse und Hirse oder Reis hier gut vertragen.

Auch beim Pferd können sich durch ihr Individuelles Ungleichgewicht der Dosa´s und ihrer Symptome unterschiedliche Empfehlungen für Raufutter und Kraftfutter ergeben.